Oct21

SharePoint Konferenz Berlin: Eindrücke Tag 3

von Markus Reisinger

 

SharePointEurope2011Ja das war’s dann schon wieder für dieses Jahr! Ernst und ich sind trotz 90 Minuten Fahrt zum Flughafen Tegel noch rechtzeitig zum Boarding gekommen und haben nun wieder österreichischen Boden unter den Füßen ;)

Hier aber noch die Sessions die ich mir am letzten Tag angesehen habe:

- Expert Panel Session: Will Public Offerings or Private Cloud Solutions Influence the Adoption of SharePoint as a Web and Application Plattform?

- Building User Forms with SharePoint 2010, Andrew Murphy & Lewis Garmston

- Developing against Managed Metadata Blackbelt, Donald Hessing & Bart Jan Hoeijmakers

- Enabling SharePoint for the Enterprise in Real World, Steve Marsh

- SharePoint Shootout “Administration for SharePoint” mit AvePoint, Axceler & Quest

In der Expert Panel Session mit dem extrem kurzen Namen ;) wurde darüber diskutiert wie die Cloud die Infrastruktur der IT Unternehmen der nächsten Jahre beeinflussen wird. Zusammenfassend kann man sagen dass sich alle Diskussionsteilnehmer darin einig waren dass sich über kurz viele oder lang ein Großteil der Infrastruktur in einer Cloud landen wird, was aber jetzt nicht unbedingt etwas Neues ist.

Besonders Interessant fand ich hingegen heute die Session
Developing against Managed Metadata”:

Donald Hessing und Bart Jan Hoeijmakers zeigten in der Development Session wie man Terms automatisiert in den Term Store des Managed Metadata Service ablegen kann und wie man mit dann über Filter und die Suche Terms und Subterms finden kann. Für viele Applikationen sicher sehr gut brauchbar. Wenngleich ich bei dieser Level 400 Development Session beim Coding-Teil der Demo ehrlichgesagt schon mal ausgestiegen bin (das wär dann eher was für unsere Developer gewesen), konnte ich einige wichtige Dinge aus dieser Session mitnehmen.

So wird z.B. jeder Term der in einer Site Collection (SC) verwendet wird in einer eigenen versteckten Liste der so genannten “Taxonomy Hidden List” abgelegt. Egal ob er aus dem Managed Metadata Term Store kommt oder nicht. Wenn jetzt ein Term der für das Beschlagworten eines Objekts verwendet wird jedoch im Managed Metadata Term Store geändert wird, so wirkt sich das nicht unmittelbar auf die Anzeige in der Site Collection aus. Denn für diese Updates sind Timer Jobs zuständig. Und erst dann wenn der Timer Job den Term in der Taxonomy Hidden List mit dem im Term Store abgeglichen hat wird dieser auch in der Oberfläche dann geändert angezeigt.

Was in dem Zusammenhang jedoch zu beachten ist, ist die Tatsache dass es keinen Cleanup Task für die Taxonomy Hidden List gibt. Und für diese Liste gelten auch die gleichen Limits wie für jede andere Liste (Anzahl der Elemente etc.). Wenn jetzt sehr viele Tags auf einer Site Collection verwendet werden, sei es durch Taggen bei einem Element oder einfach durch Taggen über den Ribbon wird diese Liste weiter wachsen. Werden Terms aus dem Store jetzt wieder entfernt bleiben diese verwaisten Kopien dieser Begriffe aber in der Hidden List erhalten. Das kann bei großen Umgebungen sehr wohl zu Problemen führen wenn man das nicht berücksichtigt.

Und einen sehr wichtigen Punkt hat Donald aufgeworfen der eigentlich auf der Hand liegt aber auch mir bisher nicht bewusst geworden ist. Die Taxonomy Hidden List ist nicht Security Trimmed! Was bedeutet das? Angenommen man hat gerade eine neue Projektsite mit dem Namen “Projekt Übernahme Firma XY” angelegt auf die nur ein kleines Projektteam Zugriff hat und von dem natürlich das restliche Unternehmen noch nichts wissen soll. Man legt nun ein Dokument ab und damit es das Projektteam leichter findet tagged man das Dokument mit dem Projekttitel. Damit wird der Tag in die Taxonomy Hidden List geschrieben. Möchte nun ein anderer Mitarbeiter außerhalb des Projektteams sein Dokument in einer ganz anderen Site ebenfalls Taggen und beginnt dazu die Buchstaben “Pro” einzutippen werden nun Vorschläge aus der Taxonomy Hidden List angezeigt. Unter diesen Vorschlägen wird dann wohl auch “Projekt Übernahme Firma XY” vorkommen und da kann sich dann wohl jeder vorstellen dass das ein Problem ist ;)

Ach ja, warum gibt es diese Hidden List überhaupt. Sie wurde aus Performance Gründen umgesetzt. Damit bei großen Umgebungen nicht das Managed Metadata Service zum Hot Spot wird. Pro Site Collection gibt es eine solche Liste in der Root Site, zu finden unter    [site url]/Lists/TaxonomyHiddenList/ .

Bemerkenswert war auch noch das Administration Shootout zwischen AvePoint, Quest und Axceler. Ich muss sagen dass alle drei Produkte (Produktlinien) wirklich beeindruckende Features gezeigt haben. Diese hier aufzuzählen würde den Rahmen dieses Blogs auf bei weitem sprengen. Auf jeden Fall sind diese Shootouts eine tolle Möglichkeit eine schnelle Übersicht über die verschiedenen Produkte zu erhalten. Hoffe davon gibt es bei den nächsten Konferenzen noch mehr :)

So, damit genug mit den Eindrücken von Berlin. Jetzt werde ich mal alle meine Infos zusammensammeln und mich dann wieder mit neuen Beiträgen melden….

LG
Markus

Kategorien: SharePoint 2010, Service Applications, Vortrag

 
Apr11

Download: HATAHET Vortrag für Microsoft auf den Microsoft BigDays 2010 nun verfügbar!

von Nahed Hatahet

Für alle, die bei unserem Vortrag zum Thema “SharePoint 2010 Lösungen” auf den Microsoft BigDays 2010 waren und den Vortrag nun haben wollen (und auch für alle anderen), gibts diesen nun zum Download unter:

=> Hier klicken zum Download des HATAHET Vortrags

Somit viel Spaß beim Studieren ;)

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Apr11

Überblick: SharePoint 2010 Service Applications

von Nahed Hatahet

Weil ich aktuell immer wieder von Kunden gefragt werde, welche Service Applications denn nun in welcher SharePoint 2010 Edition zu finden wären, möchte ich hier gleich aus unserem Microsoft BigDays 2010 Vortrag “zitieren” ;)

Die folgende Slide zeigt den Überblick aller Service Applications und in welcher Edition diese verfügbar sind (inkl. ein Verweis, ob eine eigene Datenbank dazu benötigt wird oder nicht):

HATAHET-SharePoint2010-Overiew-ServiceApplications

Zum Vergrößern, einfach anklicken.

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Mar21

SharePoint 2010: Access Datenbanken im Web betreiben …

von Nahed Hatahet

Weil ich auf den Microsoft BigDays 2010 nach unserem Vortrag zum Thema SharePoint 2010 Lösungen gefragt wurde, was denn diese Access Services denn nun sind, nutze ich gleich die Gelegenheit und beantworte die Frage hier im Blog …

Eine der neuen SharePoint Lösungen sind die SharePoint 2010 Access Services. Damit kann man eine Microsoft Access Datenbank nun in den SharePoint 2010 übertragen und diese dort im Web betreiben. Benutzer können diese Lösung dann mit Ihrem Access Client nutzen oder gleich auf der SharePoint Oberfläche arbeiten und ohne Access Client arbeiten.

Klingt doch schön, die neue Welt des Arbeitens mit Office 2010 und SharePoint 2010, oder?

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass die SharePoint 2010 Access Services nicht alle Funktionalitäten des Access Client im Web nutzen können. Aber keine Angst es geht schon einiges ;)

Was sind nun eigentlich die Vorteile von Access im Web?

Viele unserer Kunden leiden darunter, dass sich Endbenutzer mit Microsoft Access eigene Datenbanken und Applikationen schnüren. Es spricht ja eigentlich nichts dagegen, dass Endbenutzer Ihre Arbeit mit Access Datenbanken erleichtern. Oft sieht man auch wirklich mehr als gute Lösungen, welche auf Access beruhen. Viele Unternehmen kämpfen aber mit der Verwaltung dieser von Endbenutzern erstellten Access Lösungen:

- Dezentral und meist auf dem Desktop des Benutzer gespeichert
- Keine zentrale Backupmöglichkeit
- Das zugreifen von mehreren Benutzer ist schwierig
- Dennoch, Endbenutzer lieben Access, es ist einfach
- uvm.

Fazit: Wenn man nur diese Access Datenbanken zentral speichern könnte?

Mit SharePoint als Lösungsplattform konnte man immer schon Access Datenbanken z.B. in einer Dokumentablage speichern und diese so zentral zur Verfügung stellen, leider halt nur im “ReadOnly” Modus, wenn mehrere Personen diese Datenbank aus SharePoint geöffnet haben.

Lösung: Mit SharePoint 2010 und den neuen Access Services kann man nun Access Datenbanken auf ein SharePoint System “publizieren” (Publishing) und Endbenutzer können so mit der Access Lösung arbeiten, deren Daten nun in der SharePoint quasi gehosted werden. Mit oder ohne Access Client wird das Arbeiten mit den Daten nur ermöglicht, denn die Formular z.B. werden einfach als Webformulare von den Access Services in SharePoint “gerendert” und bereitgestellt. Und das nicht nur im “ReadOnly” Modus, sondern Daten können auch verändert und geschrieben werden.

Mit SharePoint 2010 und den Access Services lassen sich somit Access Datenbanken zentralisiert betreiben und Endbenutzer können Ihre beliebten Access Datenbanken einfach weiterverwenden, aber eben in einer sicheren und zentral verwalteten Umgebung.

Und so funktionierts …

Step1 – Publish to SharePoint 2010 Access Services

Man nehme eine Access Datenbank und publiziert diese einfach auf eine SharePoint 2010 Plattform ;) es wird dann eine Teamsite generiert und aus Tabellen werden Listen und aus den Formularen werden Access WebForms und aus Reports werden SQL Reporting Reports, usw.

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Über die “Publish to Access Services” in Access 2010 kann man nun auch die Kompatibilität der Access Datenbank mit den in Access Services unterstützen Funktionalitäten prüfen. Das Tool hilft einem, alles so einzurichten, dass die Webkompatibilität eben gegeben ist.

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Dann brauchen Sie eigentlich nur noch die entsprechen URL und den Namen der zu generierenden Teamsite angeben und auf “Publish to Access Services” zu klicken, und siehe da …

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HINWEIS: Wer alte Access Datenbanken hat, muss diese vorher auf Access 2010 portieren, dazu gibt es eigene Tools und die herkömmliche Art und Weise alte Access Datenbanken in die “Neue Welt des Arbeitens” zu heben.

Step2 – Arbeiten Sie nun mit den Access Services im Web

Der neue Arbeitsplat der Zukunft meldet sich nun eben mit einer Webseite und man kann über Access WebForms mit der Applikation / Datenbank arbeiten, ohne Access 2010 vielleicht am Client implementiert zu haben.

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Weiters besteht die Möglichkeit auch weiterhin mit Access 2010 zu arbeiten, das schöne daran ist, dass alle Änderungen, die man im Access Client ausführt nun immer an den zentralen Speicher (SharePoint 2010 mit den Access Services) übertragen werden (Synchronisation). Und weiters können nun viele Personen mit der Datenbank arbeiten, die nun alle Vorteile einer zentralen Datenhaltung bereitstellt (z.B. Datensicherung, einfaches zur Verfügung stellen für viele Endbenutzer, usw.).

Hier sehen Sie noch ein Access Formular als SharePoint 2010 Lösung und gerendert mit den Access Services …

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Wenn man sich vorstellt, welches Potenzial nun SharePoint 2010 und die neuen Access Services für Unternehmen aufweisen. Nicht umsonst bieten uns die neuen Office 2010 und SharePoint 2010 Technologien einen Mehrwert, …

… das neue Arbeiten bzw. “The New World of Work” kann beginnen!

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Mar11

Alles im Griff: System Center Operations Manager Management Packs for SharePoint Server 2010 Beta

von Nahed Hatahet

Mit dem Microsoft System Center Operations Manager (SCOM) lassen sich nun auch SharePoint 2010 Farmen sehr gut überwachen (Monitoring, Healthchecks, uvm.). Microsoft hat die entsprechenden Beta Management Packs für SharePoint Server 2010 und SharePoint Foundation 2010 veröffentlicht. Ich habe dazu einen sehr übersichtlichen Blogeintrag des SharePoint Product Teams gelesen und möchte diesen hier übersetzt “posten”:

Es war einmal …

Das neue Management Pack für SharePoint 2010 unterstützt zahlreiche neue Funktionalitäten, die folgende Abbildung zeigt die SharePoint 2007 Funktionalität (die durchgestrichenen Objekte waren im SharePoint 2007 Management Pack quasi nicht vorhanden). Weiters konnte man nur eine Farm, deren Server und wenige Services überwachen.

… und es hat sich viel getan!

Mit dem Management Pack für SharePoint 2010 Produkte kann man nun mehrere Farmen, deren Server, SharePoint Dienste, Shared Services, SharePoint Health Analyzer Rollen und WebApplikationen überwachen.

Beispiel: SharePoint 2010 Server Monitoting

Beispiel: SharePoint 2010 Service Monitoring

Beispiel: SharePoint 2010 Shared Services Monitoring (Service Applications)

Beispiel: SharePoint 2010 Health Analyer Monitoring (Wow!)

Beispiel: SharePoint 2010 Web Application Monitoring

Schaut sehr interessant und brauchbar aus, eine sehr gute Weiterentwicklung was hier geboten wird.

Linksammlung:

>> Download Management Pack für Microsoft SharePoint 2010-Produkte (Beta)

>> Blogeintrag über die SharePoint 2010 Maintenance Engine (Health Analyzer)

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Feb18

Lagebericht: Cross-farm Services in SharePoint 2010

von Nahed Hatahet

Wie bereits berichtet (siehe auch Linksammlung ganz unten) besteht die Möglichkeit über die Grenzen einer SharePoint 2010 Farm Dienste zu nutzen (=Cross Farm Services). So können eben “Service Applications” über die Grenzen einer SharePoint 2010 Farm bereitgestellt werden bzw. konsumiert werden.

Cross Farm Services

Leider sind nicht alle Service Applications “Cross Farm” ready, wenn ich das mal so vermitteln darf, aber, laut Microsoft zumindest die am häufigsten verwendeten. Na eben!

Also folgende SharePoint 2010 Service Applications können über die Grenzen einer Farm verwendet werden:

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Dies bedeutet automatisch, dass alle anderen Service Applications nun mal nicht über die Grenzen einer SharePoint 2010 Farm verwendet werden können.

Single Farm Services oder “Es ist nicht alles Gold, was glänzt”

Wir sprechen hier also von so genannten “Single Farm Services”. Die folgende Abbildung zeigt nun jene SharePoint 2010 Service Applications, die nun mal nicht über die Grenzen einer SharePoint 2010 Farm verwendet werden können (also es ist nicht alles Gold, was glänzt):

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Wie man sehr gut erkennt sind z.B. alle Client-orientierten Dienste / Service Applications leider nicht über die Grenzen einer Farm verwendbar bzw. betreibt jede SharePoint 2010 Farm in einem Multi Farm Szenario Ihre eigenen Client-orientierte Service Applications.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch zum Nachlesen unter:

=> News von der SharePoint Connections 2010 in Amsterdam: Verstehen der Service Application Architektur von SharePoint 2010

=> Nachlese: HATAHET mit Vortrag bei Microsoft TechNet Briefing (19.11.2009)

=> Neue Architektur: SharePoint 2010 Service Applications statt SSP

HINWEIS: Leo Faltus (Microsoft) und ich werden Ihnen dazu auch mehr auf den Microsoft Big>Days 2010 erzählen können, besuchen Sie unseren Vortrag doch einfach und erfahren Sie mehr dazu.

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Jan18

News von der SharePoint Connections 2010 in Amsterdam: Verstehen der Service Application Architektur von SharePoint 2010

von Lapacka Christian

Wie ihr ja sicherlich wisst, ist der SSP durch SharePoint 2010 Service Applications abgelöst worden. Was sich tatsächlich in SharePoint 2010 verändert hat möchte ich euch kurz mit meinem frisch erworbenen Wissen aus der SharePoint Connections 2010 Konferenz in Amsterdam berichten.

Der Speaker (Richard Taylor) hat die Themen sehr gut und lustig über die Bühne gebracht und ich denke auch vielen IT-Pros einiges an SharePoint 2010 Know-How mitgeben können.

Was hat sich konkret an der SharePoint 2010 Farm verändert?

SSP Services sind jetzt in einzelne SharePoint 2010 Service Applications aufgeteilt. Das bedeutet zum Beispiel das SSP Profiles und Audiences jetzt über eine PeopleServiceApp verwaltet werden und die Search wird ganz einfach zur SearchServiceApp usw. Noch dazu wird jetzt Cross-Farm Service unterstützt, was bedeutet das man auch Farm übergreifend Services anderer Farm nutzen kann.

Welche Services “shareable” sind seht ihr auf dieser Folie:

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Verstehen der neuen SharePoint 2010 Begriffe

Ganz gut brachte Taylor rüber was dieser Haufen neuer SharePoint 2010 Begriffe bedeutet. Hierzu hab ich gleich mal 2 gute Slides fotografiert die ihr euch auf jeden Fall “reinziehen” solltet!

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Was bedeuten die SharePoint 2010 Service Applications nun für Euch?

Für IT-PROS bedeutet es

- Flexible Architektur

- SharePoint 2010 Web Applications können Services quasi “a la carte” verwenden

Für Verbraucher bedeutet es

- Das Designen von SharePoint 2010 Infrastrukturen ist nicht mehr *so* kompliziert ;)

Zum Schluss ;)

Zwischen durch kam die Frage eines Zuhörers wie er seine 6 SharePoint 2007 Farms auf SharePoint 2010 bringen soll, darauf antwortete Richard Taylor einfach nur:

“Nuke it & Re-Architect because we are no Developers. We Build – They Fix!”

Warum 20 Stunden Fixen wenn man in dieser Zeit alles neu erstellen kann? :-P

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Dec8

Nachlese: HATAHET mit Vortrag bei Microsoft TechNet Briefing (19.11.2009)

von Nahed Hatahet

Für all jene, die nicht zum Microsoft TechNet Briefing für SharePoint 2010 am 19.11.2009 bei Microsoft kommen konnten, hier eine kleine Zusammenfassung zu meinem Vortrag “Introduction to Service Applications and Topology for SharePoint 2010”, den ich mit Peter Pallierer (Microsoft) halten durfte (Danke Peter, was ein echter Spaß mit Dir hier wieder einmal zusammen zu arbeiten).

Das Thema “Service Applications und Architecture” ist wohl eines der wichtigsten, ist es so, dass viele zwar einfach mal den SharePoint 2010 so installieren werden und dann, wenn Sie größer werden wollen, das böse Erwachen haben. So wie es nun mal vielen Kunden auch in SharePoint 2007 passiert ist, nachdem man eben die Oberfläche und alles schön fertig hatte und skalieren wollte, ging das eben nicht, weil wenige Firmen sich wirklich gut überlegen, wie man die Basisarchitektur richtig implementiert.

Daher: Das wichtigste Thema ist somit die SharePoint 2010 Architektur aus Infrastruktur-Sicht, vergessen Sie nie, das Fundament ist das wichtigste an einem Haus, auch wenn es noch so schön aussieht, ohne guten Fundament, wird es wohl nicht lange “bestehen”. Und in SharePoint 2010 (und auch SharePoint 2007) ist es nicht anders.

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Vom guten “alten” SSP zu flexiblen Service Applications

Wer den guten alten SharePoint 2007 SSP (=Shared Service Provider) wirklich gekannt hatte und auch in größeren Umgebungen implementiert hatte (MultiFarm Szenarien), weiß ganz genau, wie unflexible diese Architektur in größeren Umgebungen sein kann. So konnte nur ein gesamter SSP eben für WebApplikationen isoliert betrieben werden und nicht einzelne Dienste, dies kann schon mühsam sein und werden, glauben Sie mir :)

HINWEIS: Unter Isolierung versteht man das zur Verfügung stellen eines Services z.B. die Suche für bestimmte WebApplikationen und andere WebApplikationen nutzen andere Services z.B. die Suche eines anderen SSPs. Auch das Trennen der Datenbanken und das verwenden von entsoprechenden “anderen” Service Account zählt hier dazu.

Dies ging eben nur auf SSP Basis und galt dann auch gleich für alle SSP-Services.

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Heute ist das mit SharePoint 2010 anders. Der SSP ist verschwunden und wir sprechen nun von SharePoint 2010 Service Applications, die beliebig zugeordnet und felxibel zum Einsatz kommen können = somit einzeln auf Wunsch auch entsprechend isoliert betrieben werden können: Services a´la Card.

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Weiters wurde die Basis, die SharePoint 2010 Foundation (=Nachfolgertechnologie der Windows SharePoint Services WSS V3.0), ebenfalls um das “Sandboxed Code Service” und die “Usage & Health Logging” Funktionalitäten erweitert. Mit den Sandboxed Code Services in SharePoint 2010 müssen Sie nun SharePoint 2010 Solutions nicht immer über ganze Farmen und WebApplications ausrollen, sondern können dies eben viel granularer tun (auch wenn es Einschränkungen “für Developer” gibt).

Flexibler denn je …

Neben diesen Neuerungen gibts ähnlich wie bei den SharePoint 2007 bereits vorgestellten Excel Calculation Services (ECS) für jedes Service einen entsprechenden Services Proxy, welcher verantwortlich ist, dass über “Round Robin Load Balancing” im Hintergrund das eigentliche tatsächliche Service gefunden wird, wenn es eben mehrere verteilte Service Applications gibt (=mehrere Instanzen einer Service Application).

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Ja und das Schöne: man kann das ganze auch gruppiert (=SharePoint 2010 Service Application Proxy Group)WebApplications zuordnen, damit diese eben die entsprechend zugehörigen Service Applications nutzen können.

Delegierte Administration

Neben dem, dass man für die einzelnen Services nun auch die “Delegierte Administration” in SharePoint 2010 nutzen kann, d.h. dass man einem Service einen eigenen Benutzer oder Benutzergruppe z.B. für die Administration dieses Services zuordnen kann (=Delegation). Ein echter Mehrwert, fast schon ein “Segen” :) Auch gibts die SSP-Administration nun nicht mehr (logisch, ohne SSP auch keine SSP-Administration).

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Im u.a. Beispiel wurde dem User “Nahed Hatahet” das “Full Control” Recht für die SharePoint 2010 Search Service Application zugeordnet …

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Wie “hättens” denn Ihre Topologie gern?

Beliebige Möglichkeiten von Topologien werden nun Realität: Vor allem durch die Isolierung und den neuen Service Application Modell sind wir mit SharePoint 2010 extremst flexibel geworden. So lassen sich jegliche Art von Toplogie verwenden, die man sich nur so vorstellen kann. Die Kunst ist es nun, die geeignete Lösung / Toplogie für die Kunden in Workshop zu erarbeiten. Ein SharePoint 2010 Consultant muss hier die Organisatorischen und Administrativen “Vorlieben” des Kunden und dessen Organisation kennen um eine geeignete Toplogie zu finden …

Sie benötigen nur eine kleine Umgebung / Farm? Kein Problem …

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Verwenden Sie isolierte Bereiche? … Dann darfs vielleicht so aussehen …

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Eine eigene “Services Farm” vielleicht … wenn Sie entsprechend groß sind …

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Das schöne an dem ganzen, 3rd party Hersteller und ISV´s (=Softwarehersteller) können Ihre eigenen Lösungen für diese Service Application Architektur bereitstellen und alle genannten Funktionalitäten als Framework quasi nutzen. Cool oder ;)

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Oct28

Vorstellung: SharePoint 2010 Visio Services

von Nahed Hatahet

In SharePoint 2007 wurden die Excel Services vorgestellt, in SharePoint 2010 folgen nun untern anderem die sogenannten Visio Services. Mit Visio 2010 lassen sich viele Szenarien in Zusammenhang mit SharePoint 2010 realisieren, die ich hier ein wenig vorstellen möchte. Viele unserer Kunden wollen immer wieder Visio Diagramme auch auf SharePoint Webseiten publizieren, was auch bisher realisierbar war (eben ein Visio Diagramm über den PageViewer WebPart auf einer SharePoint Webseite sichtbar machen), geht nun wesentlich besser über eben die Visio Services und bietet darüber hinaus erweiterte Möglichkeiten,

Visio Diagramme in SharePoint 2010 “rendern” lassen

Mit Visio 2010 können somit Visio Diagramme 1 zu 1 auf den SharePoint 2010 Teamseiten publiziert werden, damit diese eben im SharePoint entsprechend gerendert werden können. Eine entsprechende Interaktion ist hier ebefalls dann möglich. So können also Visio Diagramme auf einem Portal für viele Benutzer zugänglich gemacht werden, ohne dass Visio am Client implementiert sein muss. Hier ein Beispiel einer Visio Grafik, welche mit den Visio Services auf einer SharePoint 2010 Umgebung publiziert wurde:

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Somit liegt also das Visio-File auf einen zentralen Speicherot (SharePoint 2010) und kann immer über einen Browser abgerufen werden und man erspart sich lästige Dialoge. Das sind auch schon die Vorteile gegenüber früher. Und so funktionierts …

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Viso Diagramm erzeugen und mit Data Source verbinden, dann einfach publizieren und das Diagramm kann von den Benutzer sofort auf einer SharePoint 2010 Webseite genutzt werden. Sie kennen den Vorgang bereits von den in SharePoint 2007 integrierten Excel Services? Da haben sie recht, ist auch vom Prinzip her nichts anderes, außer dass es eben Visio ist. Wieso soll man das Rad neu erfinden, das Gute ist ja oft so nah.

Visio Diagramme mit Daten aus z.B. SharePoint “rendern” lassen

Wer Visio kennt, der weiß, dass man damit sehr gute Diagramme erstellen kann, welche auf bestehende Rohdaten aufbauen (z.B. ein Netzwerkdiagramm). Ändern sich die Rohdaten, ändert sich auch das Visio Diagramm entsprechend. Mit SharePoint 2010 können diese Rohdaten für ein Visio Diagramm aus einer SharePoint 2010 Liste kommen, einer SharePoint 2010 external List (z.B. Daten aus einer LOB-Applikation über die Business Connectity Services), oder über eine SharePoint 2010 Data Connection Library direkt aus einem beliebigen Backendsystem wie z.B. einem SQL Server Datawarehouse.

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Somit lassen sich sehr schön mit den ganz oben erwähnten Basisfeature eben nicht nur Visio Diagramme nun sehr einfach und perfekt integriert anzuzeigen, sondern dieser werden anhand der Rohdaten entsprechend aktualisiert gerendert. Ändert sich z.B. der Status eines Server aus so einer “Rohdatenliste”, ändert sich “live” auch das Visiodiagramm dazu.

Wenn man sich nun überlegt, welche komplexen Szenarien sich hier auf eine einfache Art und Weise nun realisieren lassen. Statusanzeigen, Netzwerkdiagramme, uvm.

Visio Diagramme im Kontext mit anderen Datenansichten

Un zu guter letzt kann man eben mit den beiden o.a. Funktionalitäten nun auch Visio Diagramme so in Teamseiten einbauen, dass diese im Kontext zu den Daten auf der Teamseite z.B. stehen. Listen und das neue ChartWebPart können somit in Zusammenhang mit einer Visiografik gleichzeitig dargstellt werden.

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In diesem Beispiel sieht man sehr schön eben die Visiografik und entsprechende weitere Visuialisierungen auf die gleichen Daten mit einem ChartWebPart gleichzeitig. Schaut doch ganz nett aus und Sie sehen schon, was man mit den neuen Visio Services so alles realisieren kann. So lassen sich Viso Diagramm direkt in SharePoint Applikationen integrieren und dies auf höchstem Niveau.

HINWEIS: Der Visio WebPart, der eben diese Funktionalitäten bietet unterstützt auch die bekannten WebPart Connections, auch hier kann man somit einiges “heraus holen”.

Architektur der Visio Services

Die Visio Services bauen direkt auf die SharePoint Application Services auf …

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HINWEIS: Der Nachfolger der Windows SharePoint Services V3.0 wird nun als Microsoft Sharepoint Foundation 2010 “gehandelt”.

Das ganze ist natürlich nicht nur für Internet Explorer User benutzbar, sondern auch für FireFox und Apple Safari Benutzer. Diese 3 Browser werden hier entsprechend unterstützt. Das Rendern erfolgt schön mit der bewährten Silverlight Technologie und wer es nicht installiert hat nutzt das ganze im PNG Format (=Down-level Experience).

Verwenden Sie Daten für ein Visio Diagramm können diese von folgenden Quellen stammen: SharePoint Listen (auch external List), SQL über ODC, ODBC, Excel / Excel Services, OLDEDB oder eben benutzerdefiniert (custom).

Natrülich kann ebenfalls mittels Kerberos, SSO (über Secure Store Service) oder eben über eine unattenden Account authentifiziert werden. Also wird auch hier alles geboten.

 

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Oct21

Neue Architektur: SharePoint 2010 Service Applications statt SSP

von Nahed Hatahet

SharePoint 2010 wartet mit einer komplett neuen Service Architektur auf. Gab es bisher das Shared Service Provider (SSP) Modell, wird dieses nun mit SharePoint 2010 komplett aufgelöst. Aus den Shared Service Provider werden nun so genannte Service Applications.

Die neue Service Applications Architektur ist wesentlich flexibler

Der Grund liegt dennoch klar auf der Hand: Die Shared Service Provider Architektur war unflexibel und man konnte die Administration nicht auf mehrere Administratoren aufteilen, ich mein damit, dass man z.B. nicht einen eigenen Such-Administrator oder Profil-Administrator festlegen konnte, sondern immer nur Rechte auf den SSP vergeben konnte.

Service Apps 02

Ein Beispiel: Wir haben zwei Firmen, die Firma A und die Firma B. Firma A und Firma B wollen eine komplett getrennte Suche, sollen aber auf einer Farm “betrieben” werden. Dies hatte zur Folge, dass man nun zwei Shared Service Provider implementieren musste, was aber auch gleichzeitig alle anderen Services im SSP betroffen hat (z.B. BDC, Userprofilierung, Zielgruppen, usw.).

Lösung: SharePoint 2010 und die neuen Service Applications Architektur. Da ist es nun so, dass man z.B. der Firma A all Services zuordnen kann und der Firma B auch, aber für die Suche weist man einfach der Firma A die Service Application “Suche” zu und der Firma B eine weitere Instanz davon (also eine weitere, aber eben eigenen Service Application “Suche”). Sie sehen also: man ist nun mit SharePoint 2010 flexibler :)

Weiters können Service Applications immer(!) auf Wunsch auch Farmübergreifend verwendet werden. Auch ideal für Global Desployments und Rollouts. So kann man z.B. eine eigene Farm bauen, die alle Service Applications zentral verwaltet und diese Dienste dann dezentralen Farmen bereitstellt.

Granulare Delegation von Rechten auf Service Applications Niveau

Weiters kann man nun für jedes einzelne Service eigene Administratoren angeben, wir sprechen hiermit von einer delegierten Administration. Auch dies ist ein extremer Vorteil, ist es nun so, dass man gezielt z.b. den Suchexperten im Unternehmen auch nur die Suchadministration “geben” kann und den Profilexperten eben z.B. nur die Administration der Userprofilierung.

Service Apps 03

Ein echter Mehrwert, wenn ich nur an unseren Großkundenprojekte denke, da macht das schon sehr viel Sinn.

Administration über die Central Administration

Die Administration der Service Applications erfolgt relativ simple über die Central Administration des SharePoint 2010 (Manage Service Applications).

Service Apps 01

Und wenn Sie nur das Recht auf die Such Service Application haben, können Sie auch nur diese über die Central Administration eben administrieren. Keine Angst liebe Administratoren, auch wenn vieles “einfacher” wird, ist SharePoint 2010 wirklich mehr als komplex geworden, egal welche Service Application man sich ansieht, jede für sich ein eigenes “Universum”, welches viele neue Funktionalitäten bietet und gut geplant sein soll. Und davon gibts gleich mal an die 20 Stück :)

3rd party Service Applications möglich

Service Applications können weiters von 3rd Party Herstellern in die SharePoint 2010 Architektur integriert werden, ein entsprechendes Framework wird dies ermöglichen. So können 3rd Party Hersteller weitere Service Applications entwicklen, die sich nahtlos in die SharePoint 2010 Administration integriert. Alle genannten Funktionalitäten brauchen dann nicht nachprogrammiert werden, sondern können sofort von der 3rd Party Service Application genutzt werden (Delegation, Proxy, Administration, usw.).

Es gibt hier auch noch einiges zu berichte, z.B. über die Service Applications Proxy usw. aber zu viel wollen wir ja nicht verraten und wir brauchen ja auch Themen für weitere Blogs, obwohl, wenn ich mir überlege was man uns hier in Las Vegas alles präsentiert, da kann man endlos bloggen :)

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