Jun17

How to: Integration bestehender Fileserverlandschaft in SharePoint

von Nahed Hatahet

Allgemeines

Es gibt viele Anwendungszwecke der SharePoint Technologien, vor allem auch zur Ablöse von Dokumentenablagen auf Fileservern. Dieser Trend und Wunsch vieler Kunden ist vor allem mit den SharePoint 2010 Technologien und deren Dokumentenverwaltungs-möglichkeiten sehr attraktiv geworden (siehe dazu auch diesen Blogbeitrag zum Thema SharePoint 2010 Enterprise Content Management). Dennoch gibt es nach wie vor viele Fileserver und auch Anwendungsbereiche, die ohne Fileserver nicht oder nur sehr schwer realisierbar wären.

Oder würden Sie Ihre Windows 7 Setup DVD in einer SharePoint Dokumentenbibliothek bereitstellen? Natürlich nicht, ist der Zugriff auf Daten in SharePoint auch langsamer als auf einen Fileserver, was beim Gebrauch von üblichen Dokumenten eigentlich kein Problem darstellt, jedoch bei riesigen Datenmengen schon ins Gewicht fallen kann, eben wie im o.a. Beispiel mit der Windows 7 DVD Zwinkerndes Smiley

Fileserver ablösen oder integrieren?

Prinzipiell löst man sehr gerne Dokumentablagen ab, die erweiterte Funktionalitäten benötigen, wie z.B. Workflow,  virtuelle Klammer (sprich Document-Sets) oder aber auch Check-In/Out. Natürlich besteht die Möglichkeit auch sämtliche Firmenrelevanten Dokumente in die Enterprise Content Management Plattform SharePoint abzulegen.

Was aber, wenn man den Zugriff über das Fileserver-System bestehen lassen will und dennoch die schönen Funktionen von SharePoint nutzen will? Benutzer sollen Daten über den Fileserver anfordern können und andere dieselben Daten über SharePoint im Zugriff haben, um eben erweiterte  SharePoint-Funktionen (Workflow, usw.) nutzen zu können. Ideal auch für Applikationen die Dokumente über das File-System griffbereit benötigen und eben für das Filesystem entwickelt wurden und nicht für SharePoint. Ja, so etwas gibt es, zwar nicht ohne 3rd Party Produkte, aber immerhin Zwinkerndes Smiley

So besteht die Möglichkeit Fileserver zu integrieren und langsam “step by step” in den SharePoint zu migrieren oder eben auch nicht und den Zugriff über beide “Welten” bereitstellen, so wie das eben benötigt wird.

Mit 3rd Party den Fileserver sauber integrieren

Der AvePoint FileShare Connector aus der AvePoint DocAve Plattform ermöglicht eine volle Integration von Fileservern in SharePoint, eben auf die oben angesprochene Weise. Dabei stehen sämtliche SharePoint Funktionalitäten für Dokumente auf einem Fileserver zur Verfügung. Weiter wird somit auch kein Speicherplatz auf dem SQL-Datenbankserver für Dokumente belegt, ist doch auch was. Integrieren lassen sich sämtlich filebasierenden Systeme. Folgende Möglichkeiten stehen somit zur Verfügung:

- Fileserverdaten transparent in SharePoint integrieren (volle Funktionalität)
- Streaming von Audio/Video ohne Migration nach SharePoint
- Unterstützt sämtliche Netzwerk-File-Shares und auch Cloud Storage Systeme
- Nahtlose Integration in die SharePoint-Suche
- Unterstützt benutzerdefinierte Metadaten und Inhaltstypen (Content Types)
- Transparente Rechtevergabe inkl. Vererbung (als ob Daten in SharePoint liegen würden)

Unterstützt werden folgende Systeme:

- Microsoft SharePoint Server 2010 (SP 2010)
- Microsoft SharePoint Foundation 2010 (SPF 2010)
- Microsoft Office SharePoint Server 2007 (MOSS 2007)
- Microsoft Windows SharePoint Service 3.0 (WSS V3.0)

Belassen Sie also Ihre Fileserverdaten bei Bedarf dort wo diese bereits liegen und nutzen Sie das volle Potenzial von SharePoint.

Business Mehrwert

Im Endeffekt kann man so Kosten sparen (z.B. teurer SQL Speicherplatz) und sämtliche Unternehmensdaten ohne Migration in SharePoint einbinden. So wird SharePoint als “Presentation Layer” noch interessanter. Hier der Business Mehrwert im Überblick:

-> Einheitliche Integration aller Enterprise Daten OHNE migrieren zu müssen
-> Nutzen Sie dennoch alle Dokumenten- und Media-Funktionalitäten
-> Minimieren des SQL-Speicheraufkommens und Optimierung der Performance

Wer sich das ganze ansehen will, kann dies kostenlos tun. Einfach bei mir melden. Zuerst anschauen / testen und erst kaufen, wenn die Funktionalität genau das ist, was man sucht. Ein sehr faires Prinzip, wie ich finde.

Also bis bald,

Nahed Hatahet | nahed@hatahet.eu

Kategorien: AvePoint DocAve, Architektur, Enterprise Content Management (ECM), How To's, IT-Pros, Migration, SharePoint 2007, SharePoint 2010, Solution Scenario, Solutions, Tools

 
Feb18

Vorstellung: AvePoint DocAve Software Platform

von Nahed Hatahet

Wer SharePoint kennt, kennt auch AvePoint und dessen Unterstützung im Bereich Datensicherung und Archivierungserweiterungen für eben die SharePoint Plattform. Wer sich genauer beschäftigt, weiß auch, dass z.B. NetApp mit dem Snap Manager for SharePoint eigentlich zu 100% auf AvePoint setzt, denn der NetApp Snap Manager for SharePoint ist in Wirklichkeit AvePoint Software die NetApp perfekt in Ihre Storagefunktionalitäten integriert hat. Wir haben ja schon über Vorzüge dieser Software berichtet und somit auch indirekt über AvePoint DocAve. Aber gibt es da nicht noch mehr Möglichkeiten?

Wenige nur wissen, dass AvePoint mittlerweile eine richtige Plattform für SharePoint geworden ist, die so genannte DocAve Software Plattform und wissen auch nicht, was einem entgeht. Es gibt also zahlreiche Erweiterungen für SharePoint, die sich durchaus sehen lassen können.

Die Plattform bietet folgende Bereiche für SharePoint an …

image

- Administration
  - Management 
  - Reporting & Testing  
  - Replikation 
  - Speicheroptimierung

- Datensicherung
  - Backup & Recovery
  - High Availability
  - “SiteBin”

- Gesetzliche Compliance Anforderungen
  - Vault
  - Auditor
  - Content Shield
  - eDiscovery

- Migration
  - SharePoint 2001, 2003, 2007
  - Exchange Public Folder
  - Dateisystem-/Netzwerk-Freigabe
  - Documentum/eRoom
  - OpenText Livelink/Vignette
  - Lotus Notes/Quick Place
  - Oracle Stellent
  - Über http/s verfügbare Inhalte

Wer also seinen SharePoint optimieren will und mehr heraus holen will, kann also AvePoint Produkte nutzen um schneller zum Ziel zu kommen und Kosten zu sparen, das mal vorweg!

LG

Nahed Hatahet | nahed@hatahet.eu

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May21

Visual Upgrade – Ja es funktioniert!

von Lapacka Christian

Da jetzt die ersten SharePoint 2010 Migrationen ins Haus stehen habe ich mich mal gleich mit der neuen Visual Upgrade Funktion auseinander gesetzt!

Nach einer Erfolgreichen Database Migration von MOSS 2007 auf SharePoint 2010 mittels PowerShell Befehl Mount-SPContentDatabase, steht man nun vor einer “alten” SharePoint Seite.

VisualUpgrade01 

Wenn ich nun meine Projekte-Seite auf das neue SharePoint 2010 Design Upgraden will, damit ich mich endlich mit dem neuen Ribbon herumärgern kann :-) klickt man einfach auf Websiteaktionen –> Visual Upgrade oder zu Deutsch “Visuelles Upgrade”

VisualUpgrade02

Man hat hier einerseits die Möglichkeit eine Vorschaufunktion zu aktivieren von der man wieder ins alte Design wechseln kann

VisualUpgrade03

VisualUpgrade04

und andererseits die Funktion “Benutzeroberfläche aktualisieren” um Endgültig ins neue SharePoint 2010 Design zu wechseln"!

VisualUpgrade05

Und so sieht Sie aus die aktualisierte Seite aus:

VisualUpgrade06

Für die, die nicht gerne Warten… Das ganze dauert in etwa 2 Sekunden ;-)

 

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Kategorien: How To's, Migration, SharePoint 2010

 
Apr11

Download: HATAHET Vortrag für Microsoft auf den Microsoft BigDays 2010 nun verfügbar!

von Nahed Hatahet

Für alle, die bei unserem Vortrag zum Thema “SharePoint 2010 Lösungen” auf den Microsoft BigDays 2010 waren und den Vortrag nun haben wollen (und auch für alle anderen), gibts diesen nun zum Download unter:

=> Hier klicken zum Download des HATAHET Vortrags

Somit viel Spaß beim Studieren ;)

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Jan28

Upgrade: Von SharePoint Portal Server 2003 nach SharePoint Server 2010

von Nahed Hatahet

Nach wie vor gibt es auch noch SharePoint Portal Server 2003 Implementierungen und es kommt immer wieder die Frage, wie man nun auf die neue SharePoint Server 2010 Plattform migrieren kann.

Viele Kunden haben vernommen bzw. die Meinung, dass es keine Migrationsmöglichkeit für SharePoint Portal Server 2003 geben soll - dem ist aber nicht so, wenn man sich dem Thema genauer widmet: Microsoft bietet einen ganz klar dokumentierten  “Upgradeweg” nach SharePoint 2010 für Kunden die noch SharePoint 2003 im Einsatz haben an - wenn dies auch nicht direkt möglich sein wird und somit über eine “SharePoint 2007 Temporary Farm” realisiert werden muss, die dann wiederum direkt auf SharePoint 2010 “gehoben” werden kann.

HINWEIS: Ein anderer Weg ist, dass Kunden auch SharePoint 2010 implementieren können und natürlich die Inhalte einer SharePoint 2003 Farm manuell oder mit “3rd party” Tools zu übernehmen. Dies macht vor allem Sinn, wenn sich auch die Strukturen und Anforderungen eines Unternehmen an das neue SharePoint 2010 System stark verändert haben ;)

Der Upgrade-Pfad von SharePoint 2003 nach SharePoint 2010

Der von Microsoft empfohlene “Upgrade-Weg” von SharePoint 2003 nach SharePoint 2010 sieht somit wie folgt aus …

Step 1: Vorbereitung für ein Upgrade

- Ausführen des “pre-upgrade scan tool” auf der SharePoint 2003 Farm

- Dokumentation alle Anpassungen (Customizations)

- Implementierung einer SharePoint 2007 Temporary Farm (Small Farm Topology)

- Implementierung der SharePoint 2010 Echt Farm

Step 2: Upgrade Phase 1 / Upgrade der Inhaltsdatenbanken nach SharePoint 2007

HINWEIS: Es handelt sich hierbei um eine ContentDatabase (Inhaltsdatenbank) Migration, in der man die Datenbanken in eine neue Farm übernimmt und dort “connected”. Während des “connecten” werden die Datenbankstrukturen dann auf die neue Plattform konvertiert / übernommen.

- Trennen der Inhaltsdatenbanken von der SharePoint 2003 Farm
   (inkl. Offline nehmen der Farm)

   HINWEIS: alternativ können Sie die Datenbanken natürlich auch in der alten SharePoint
   2003 Farm “connected” lassen und eine Kopie der Inhaltsdatenbanken dann für den
   Upgrade verwenden (so ist man relativ rasch auch wieder mit dem alten System Online, 
   wenn dies benötigt wird). Die Farm sollte aber in “ReadOnly” betrieben werden, damit
   keine Benutzer Änderungen vornehmen können.

-
“Connecten” der Inhaltsdatenbank zur SharePoint 2007 Temporary Farm für den
   Upgrade (bei Bedarf kann hier auch ein “move” vorher auf einen anderen SQL Server
   erfolgen, wenn benötigt)

Database attach to Office SharePoint Server 2007

- Prüfen des Upgrades und der übernommenen Inhalte in der SharePoint 2007 Temporary
  Farm. Alle Inhalte und Funktionalitäten müssen überprüft werden.

Step 3: Upgrade Phase 2 / Upgrade der Inhaltsdatenbanken nach SharePoint 2010

- Trennen der Inhaltsdatenbanken von der SharePoint 2007 Farm

- “Connecten” der Inhaltsdatenbank zur SharePoint 2010 Farm für den Upgrade 
  (bei Bedarf kann hier auch ein “move” vorher auf einen anderen SQL Server erfolgen,
  wenn benötigt)

  HINWEIS: Man kann dies auch für mehrere Inhaltsdatenbanken gleichzeitig machen ;)

Database attach to SharePoint Server 2010

-
Prüfen des Upgrades und der übernommenen Inhalte in der SharePoint 2010 Farm. Alle 
  Inhalte und Funktionalitäten müssen überprüft werden.

Step 4: Online nehmen der neuen SharePoint 2010 Farm

- Also wenn dann alles sauber funktioniert hat, können Sie nun Ihre Benutzer auf das neue SharePoint 2010 System “los lassen” :) und vergessen Sie nicht, dass Sie mit der Visual Upgrade Funktionalität selbst entscheiden können, welche Bereiche mit dem “alten” SharePoint 2007 Benutzerinterface laufen sollen und welche mit dem neuen “Ribbon” Benutzerinterface.

Klingt einfach, ist es prinzipiell auch. Vergessen Sie jedoch nie, es ist nun mal ein komplexeres Szenario und wer schon mal eine SharePoint 2003 Migration vollbracht hat, weiß auch, dass dieser Vorgang auch schon mal eine gewisse “Reibungswärme” erzeugen kann ;)

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Nov16

SharePoint 2010 Hardware und Software Voraussetzungen

von Nahed Hatahet

Microsoft hat nun die offiziellen Vorraussetzungen für den Microsoft SharePoint 2010 Server veröffentlicht, diesmal mit allen Details. Kurz zusammengefasst gelten nun folgende Anforderungen:

Hardware

Prozessor

64-bit, dual processor, 3 GHz

Speicher / RAM

4 GB für Stand-alone Implementierung oder zur Evaluierung

 

8 GB für Single Server und Multiple Server Farm Installation (Echtbetrieb)

Festplatte

80 GB

Sonstiges

DVD Laufwerk

 

Software

Datenbankserver (Farm)

64-bit Edition von Microsoft SQL Server 2005 mit Service Pack 3 (SP3), oder die 64-bit Edition von Microsoft SQL Server 2008 mit Service Pack 1 (SP1)

“Stand-alone” Server

  • Windows Server 2008 Standard mit SP2 64-bit Edition

  • Web Server (IIS) Rolle

  • Application Server Rolle

  • Microsoft .NET Framework Version 3.5 SP1

  • SQL Server 2008 Express mit SP1

  • Microsoft "Geneva" Framework

  • Microsoft Sync Framework Runtime v1.0 (x64)

  • Microsoft Filter Pack 2.0

  • Microsoft Chart Controls for the Microsoft .NET Framework 3.5

  • Windows PowerShell 2.0 CTP3

  • SQL Server 2008 Native Client

  • Microsoft SQL Server 2008 Analysis Services ADOMD.NET

  • ADO.NET Data Services v1.5 CTP2

  • Front-end Web Server

    und

    Application Server

    einer Farm

  • Windows Server 2008 Standard mit SP2 64-bit Edition

  • Web Server (IIS) Rolle

  • Application Server Rolle

  • Microsoft .NET Framework Version 3.5 SP1

  • Microsoft "Geneva" Framework

  • Microsoft Sync Framework Runtime v1.0 (x64)

  • Microsoft Filter Pack 2.0

  • Microsoft Chart Controls for the Microsoft .NET Framework 3.5

  • Windows PowerShell 2.0 CTP3

  • SQL Server 2008 Native Client

  • Microsoft SQL Server 2008 Analysis Services ADOMD.NET

  • ADO.NET Data Services v1.5 CTP2

  • Arbeitsstation / Client

  • Microsoft Silverlight 3.0

  • Ein unterstützter Browser*

    • *sollten dann IE, FireFox und Safari sein

  •  

    Wer mehr wissen will, kann alle Details hier nachlesen: hier weiter leisen …

    Lesen Sie auch den Blogeintrag zum Thema Migration, vor allem wenn Sie eine In-Place Variante anstreben und Ihre Farm z.B. noch nicht auf Windows Server 2008 oder mit 32-bit implementiert wurde: Migration und Upgrade nach SharePoint 2010.

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    Kategorien: Allgemeines, IT-Pros, Migration, SharePoint 2010

     
    Oct25

    Migration: Upgrade nach SharePoint 2010

    von Nahed Hatahet

    Für alle die bereits den Microsoft Office SharePoint Server 2007 im Einsatz haben und sich fragen, wie denn der entsprechende Upgradepfad nach Microsoft SharePoint Server 2010 aussehen wird, kann ich vorweg mal vermitteln: Microsoft hat sich mehr als bemüht und bietet sehr gute Upgrademöglichkeiten.

    In Farmen mit mehreren Server kann dieser Prozess dennoch komplex werden und sollte daher ausnahmslos von erfahrenen SharePoint Experten durchgeführt werden, welche sich eben intensiv mit dem Thema “Migration / Upgrade nach SharePoint 2010” beschäftigen.

    Microsoft bietet mehrere Ansätze an, eine bestehende SharePoint 2007 Farm nach SharePoint 2010 zu migrieren:

    Ansatz 1 | Die “In-place Upgrade” Variante

    Die sogenannte In-place Migration dient dazu eine bestehende SharePoint 2007 Farm direkt nach SharePoint 2010 zu migrieren. Dabei wird SharePoint 2010 über die bestehende SharePoint 2007 Implementierung installiert. Wichtig ist, dass alle Basisvorraussetzungen und Systemanforderungen eingehalten werden und die Farm mit dem Pre-upgradechecker Tool (ab SharePoint 2007 SP2 gibts dafür einen eigenen stsadm-Befehl) in Bezug auf mögliche Problembereiche, die während einer Migration auftreten können, gegengeprüft werden kann.

    SharePoint 2010 In-place Upgrade

    WICHTIG: Sollte Ihre Umgebung nicht auf 64-Bit implementiert worden sein (wir empfehlen dies seit Jahren bei allen Kunden), müssen Sie die bestehende Farm vorher auf 64-Bit migrieren um z.B. ein In-place Upgrade durchführen zu können. Dies gilt ürbigens auch für Windows Server 2008 und SQL Server Komponenten. Es gelten eben für alle Bereiche Systemvorrausetzungen, die VOR einem In-place Upgrade durchgeführt werden müssen (ich meinte ja bereits oben, dass dies durchaus auch komplex werden kann).

    image

    Weiters gilt dies übrigens auch für Solutions / Features und WebParts bzw. kurz für alle Erweiterungen welche Sie in Ihrer Farm vorgenommen haben, d.h. alle Komponenten müssen auf jeden Fall 64-Bit fähig sein. Sind diese das nicht, müssen Sie entsprechen nachjustiert werden.

    HINWEIS: Prüfen Sie somit auch alle Komponenten und WebParts, die Sie in Zukunft für Ihre SharePoint 2007 kaufen bzw. entwicklen lassen, dass diese zu 100% 64bit fähig sind. Auch dies machen wir bereits seit Jahren, da es offensichtlich war, dass Microsoft 64bit fokusieren wird (Sie kennen das ja bereits von der Exchange-Welt, wo Exchange 2010 RTM bereits verfügbar ist und seit Exchange 2007 alles 64bit ist).

    Sind mal alle Voraussetzungen geschaffen und wurde auch das Pre-upgradechecker Tool über stsadm fehlerfrei aufgerufen, kann nun mit dem In-place Upgrade begonnen werden. Beachten Sie dazu bitte auch die entsprechende Reihenfolge, die Microsoft dafür vorgesehen hat (z.B. fangen Sie mit dem Server an, der die Zentraladministration implementiert hat an, usw.). Wichtig ist auch, dass der Configuration Wizard erst ausgeführt werden darf, wenn auf allen Servern das SharePoint 2010 Setup ausgeführt worden ist.

    Danach läuft die SharePoint Farm mal auf SharePoint 2010 Technologie, die Webseiten und die neuen “Ribbon” Funktionalität ist jedoch noch nicht vorhanden (die Webseiten schauen so aus, wie im SharePoint 2007). Erst durch das Ausführen des Visual Upgrades werden die Webseiten mit dem neuen “Design” und dessen “Ribbon” zur Verfügung gestellt. Dieser Prozess kann sehr schön “getestet” werden. So lassen sich Webseiten mit Visual Upgrade zwischen “alten” und “neuen” Design beliebig umschalten. Dies ist ideal für Kunden, die zwar wechseln wollen und z.B. in erster Phase alle neuen Funktionalitäten nutzen wollen, den Endbenutzer aber noch nicht sofort mit dem neuem “Ribbon” überraschen wollen (z.B. weil es noch keine Schulungen gab). Das Visual Upgrade ist Webseitenorientiert und kann selbstverständlich über Powershell zu 100% gescriptet werden.

    HINWEIS: Der SSP wird bei diesem Upgrade-Verfahren in einzelne Service Applications “umgewandelt” und extistiert danach somit nicht mehr. Die entsprechenden Dienset werden also dann von den jeweiligen Service Applications zur Verfügung gestellt.

    Letzter Schritt wäre dann eigentlich das Prüfen der Logs und die Beseitigung von eventuellen Fehlern nach dem Migrationsvorgang.

    Nach der Migration kann dann bei Bedarf mit der Restrukturierung des Portals und das einarbeiten der neuen Funktionalitäten begonnen werden. Die In-place Migrationsvariante ist für Kunden gedacht, die die bestehende Infrastruktur verwenden wollen und auch alle Inhalte entsprechend übernehmen wollen (1 zu 1). Das Problem dieser Migrationsvariante: Wenn es Probleme bei der Migration geben sollte, ist die Farm und die entsprechenden Benutzer nun mal auch betroffen davon. Aber Migrationen sind nun mal etwas für Experten und sollten auch nur von solchen durchgeführt werden!

    Die In-place Migration ist ideal für kleinere und mittlere Umgebungen, in denen die Architektur der Farm möglichst gleich bleiben soll. Beachten Sie bitte, dass große und viele Inhaltsdatenbanken bei einem In-place Upgrade auf einmal übernommen werden und der Prozess durchaus auch dann lange dauern kann.

    Ansatz 2 | Die “Database migration” Variante

    Gehts darum eine Farm neu zu strukturieren bzw. gibt es viele und große Inhaltsdatenbanken, ist die Variante der “Database Migration” der ideale Weg, auch wenn man dafür wesentlich mehr Ressourcen benötigt. Das Prinzip ist relativ einfach: Man baut eine neue saubere SharePoint 2010 Farm auf (=daher Ressourcenintensiv) mit allen entsprechenden Vorraussetzungen und Anforderungen. Diese agiert somit völlig unabhängig von der bestehenden SharePoint 2007 Farm. Man baut somit dann auch die entsprechenden WebApplikations Architektur auf, die man benötigt und kann dann eben mit der "Database migration” beginnen. Dazu wird einfach von einer SharePoint 2007 Inhaltsdatenbank eine Sicherung erstellt und am Datenbankserver der neuen Farm online genommen.

    SharePoint 2010 Database migration

    Nun kann diese mit z.B. Powershell einer WebApplikation in der neuen SharePoint 2010 Farm hinzugefügt werden (übrigens können Sie dies auch mit stsadm durchführen, denn stsadm Befehle können weiterhin verwendet werden und der “addcontentdb” Befehl im stsadm ist ja eigentlich auch nichts neues, auch wenn Sie unbedingt Powershell lernen sollten, denn damit können Sie aus einem Portfolio von mehr als 500 neuen SharePoint Befehlen wählen und diese können sich mehr als sehen lassen). Wird nach diesem Prozedere eine Datenbank in die neue SharePoint 2010 Farm übernommen, wird diese gleich migriert und upgegraded und dessen Sitecollections gehen mit dem alten Design online. Jetzt noch alle Logs prüfen und ein Visual Upgrade bei Bedarf durchführen, fertig.

    HINWEIS: Auch bei dieser Variante sollten alle vorgenommenen Erweiterungen (Solutions, Features, WebParts, usw.) VOR dem Online nehmen einer Datenbank in der neuen SharePoint 2010 Farm implementiert worden sein.

    Für Kunden mit sehr vielen und großen Datenbanken ist dies wohl der bessere Weg eine Migration nach SharePoint 2010 vorzunehmen. Ein Vorteil hier ist auch, dass die neue SharePoint 2010 Farm komplett neu implementiert werden kann (=saubere Neuimplementierung ohne Übernahme von “Altlasten”). Es werden hier eben nur die entsprechenden Inhalte der Webseiten (sprich Inhaltsdatenbanken) übernommen.…

    Ansatz 3 | Die Hypbrid Variante

    Die Hybrid-Variante bietet von allem ein bischen was und wäre eine Kombination aus der Variante für Pre-Upgrade bzw. Database Migration. Man kann damit die Vorteile beider Varianten entsprechend nutzen.

    Fazit: Kann sich wirklich sehen lassen und Planung ist das halbe Leben!

    Microsoft stellt alle Tools und Anleitungen für eine erfolgreiche Migration entsprechend zur Verfügung. Mit dem Visual Upgrade hat Microsoft eine weitere Neuerung im Migrationsprozess nach SharePoint 2010 entwickelt – gefällt mir besonders gut und ist ideal für Umstellungszenarien in denen die Benutzer noch nicht mit dem neuen “Ribbon” Interface vertraut sind.

    HINWEIS: Planen Sie ein Upgrade am besten mit erfahrenen Experten, da diese durchaus auch komplex sein kann. Migrationen werden immer wieder von Kunden unterschätzt: Wir werden sehr oft erst dann gerufen, wenn es massive Probleme gibt, weil eben durch die Komplexität auch Fehler gemacht werden bzw. meist gar nicht wirklich geplant wurde. Würden Sie ein Haus bauen ohne zu Planen? Leider passiert dies in der IT viel zu oft, glauben Sie mir, Planung ist wirklich das halbe Leben und in SharePoint werden nun mal wichtige unternehmensdaten gespeichert. Meist fehlt nun mal die Erfahrung, denn Kunden migrieren nur einmal im Gegensatz zu Experten, für die das quasi ein “daily job” ist.

    Wir haben bereits die ersten Beratungsprojekte zum Thema Migration laufen, da eine solche Migration bei Umgebungen eben einfach gut geplant sein muss und diese Planungsphasen können idealerweise JETZT durchgeführt werden, bis dann eben die RTM Version (=Endgültige Version) von Microsoft für Endkunden verfügbar sein wird, sofern Kunden nach der RTM eben rasch auf SharePoint 2010 wechseln wollen. Es gilt: Je größer die Farm, desto mehr Planung ist nötig.

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    Kategorien: Migration, IT-Pros, SharePoint 2010, SharePoint 2007

     
    Oct25

    Systemanforderungen SharePoint 2010 (Basisinfos)

    von Nahed Hatahet

    Das Product Team hat nicht vor all zu langer Zeit bereits öffentlich kommuniziert: für SharePoint 2010 gibts somit die ersten Infos bzgl. der Systemanforderungen. Wer hätte das gedacht, 64-Bit ist nun die Basisanforderung an das System und wie gut nur, dass man immer schon geprädigt hat, dass man auch schon in SharePoint 2007 auf die 64-Bit Version setzen sollte. All jene, die kein 64-Bit implementiert haben, müssen somit bei einer Migration dann switchen und alle anderen sparen sich somit diesen Schritt.

    Systemanforderungen für SharePoint 2010

    1. SharePoint Server 2010 wird nur noch auf 64-Bit unterstützt

    2. SharePoint 2010 benötigt ein 64-Bit Windows Server 2008 oder eben die R2 davon

    3. SharePoint 2010 benötigt einen 64-Bit SQL 2008 oder SQL 2005

    Vorabinformation zur Browserunterstützung

    Hier nun auch ein paar Details noch zur Browser Unterstützung:  Die beste Unterstützung haben Sie mit Standard XHTML 1.0 basierenden Browsern, wie z.B. den guten Internet Explorer 7, 8 und FireFox 3.x. Für FireFox 3.x und Safari 3.x, welche nicht auf Windows laufen, arbeitet man an einer erhöhten Integrationsmöglichkeit, als dies bisher der Fall war. Und wem es interessiert ;) Internet Explorer 6 soll nicht mehr “supported” werden, in der schönen Welt des SharePoint 2010, sofern den noch jemand im Einsatz hat, könnte man sich schon auf die 2010er Welle vorbereiten, indem man upgraded.

    So stehts geschrieben und so darf ich das hier kommunizieren :)

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    Oct25

    Ist Ihre SharePoint 2007 Umgebung SharePoint 2010 Fit?

    von Nahed Hatahet

    Mit dem Microsoft Office SharePoint Server 2007 SP2 hat Microsoft auch die ersten Pre-upgrade Tools für das Prüfen einer 2007er Farm herausgebracht. Sie können somit jetzt schon Ihre bestehende SharePoint 2007 Farm für einen Upgrade prüfen lassen und “schaun”, ob das auch wirklich so sauber gehen würde.

    Das Tool versteckt sich als weiterer Befehl in den Administrations-Tool “stsadm” (welches ja dann in SharePoint 2010 durch PowerShell ersetzt werden soll):

    ststadm –o preupgradecheck

    Wer die genauen Parameter wissen will, ruft einfach:

    ststadm –help preupgradecheck auf …

    preupgrade1

    Das Tool gibt einem genaue Hinweise, was genau migrierbar wäre und vor allem in welcher Form (z.B. Information only, Failed oder auch Passed natürlich).

    Das tolle an dem Tool ist die anschließende konkrete Auflistung aller “Problemchen” und deren Lösung bzw. einer Beschreibung was genau damit gemeint ist, wenn da “Information only” z.B. steht. Hier ein Beispiel des entsprechenden “Outputs” (HTML-Report).

    preupgrade2

    Schaut alles mal ganz brauchbar aus und Sie können sich heute schon damit beschäftigen, was Sie tun müssen, um einen reibungslosen Upgrade machen zu können.

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