Jan28

Upgrade: Von SharePoint Portal Server 2003 nach SharePoint Server 2010

von Nahed Hatahet

Nach wie vor gibt es auch noch SharePoint Portal Server 2003 Implementierungen und es kommt immer wieder die Frage, wie man nun auf die neue SharePoint Server 2010 Plattform migrieren kann.

Viele Kunden haben vernommen bzw. die Meinung, dass es keine Migrationsmöglichkeit für SharePoint Portal Server 2003 geben soll - dem ist aber nicht so, wenn man sich dem Thema genauer widmet: Microsoft bietet einen ganz klar dokumentierten  “Upgradeweg” nach SharePoint 2010 für Kunden die noch SharePoint 2003 im Einsatz haben an - wenn dies auch nicht direkt möglich sein wird und somit über eine “SharePoint 2007 Temporary Farm” realisiert werden muss, die dann wiederum direkt auf SharePoint 2010 “gehoben” werden kann.

HINWEIS: Ein anderer Weg ist, dass Kunden auch SharePoint 2010 implementieren können und natürlich die Inhalte einer SharePoint 2003 Farm manuell oder mit “3rd party” Tools zu übernehmen. Dies macht vor allem Sinn, wenn sich auch die Strukturen und Anforderungen eines Unternehmen an das neue SharePoint 2010 System stark verändert haben ;)

Der Upgrade-Pfad von SharePoint 2003 nach SharePoint 2010

Der von Microsoft empfohlene “Upgrade-Weg” von SharePoint 2003 nach SharePoint 2010 sieht somit wie folgt aus …

Step 1: Vorbereitung für ein Upgrade

- Ausführen des “pre-upgrade scan tool” auf der SharePoint 2003 Farm

- Dokumentation alle Anpassungen (Customizations)

- Implementierung einer SharePoint 2007 Temporary Farm (Small Farm Topology)

- Implementierung der SharePoint 2010 Echt Farm

Step 2: Upgrade Phase 1 / Upgrade der Inhaltsdatenbanken nach SharePoint 2007

HINWEIS: Es handelt sich hierbei um eine ContentDatabase (Inhaltsdatenbank) Migration, in der man die Datenbanken in eine neue Farm übernimmt und dort “connected”. Während des “connecten” werden die Datenbankstrukturen dann auf die neue Plattform konvertiert / übernommen.

- Trennen der Inhaltsdatenbanken von der SharePoint 2003 Farm
   (inkl. Offline nehmen der Farm)

   HINWEIS: alternativ können Sie die Datenbanken natürlich auch in der alten SharePoint
   2003 Farm “connected” lassen und eine Kopie der Inhaltsdatenbanken dann für den
   Upgrade verwenden (so ist man relativ rasch auch wieder mit dem alten System Online, 
   wenn dies benötigt wird). Die Farm sollte aber in “ReadOnly” betrieben werden, damit
   keine Benutzer Änderungen vornehmen können.

-
“Connecten” der Inhaltsdatenbank zur SharePoint 2007 Temporary Farm für den
   Upgrade (bei Bedarf kann hier auch ein “move” vorher auf einen anderen SQL Server
   erfolgen, wenn benötigt)

Database attach to Office SharePoint Server 2007

- Prüfen des Upgrades und der übernommenen Inhalte in der SharePoint 2007 Temporary
  Farm. Alle Inhalte und Funktionalitäten müssen überprüft werden.

Step 3: Upgrade Phase 2 / Upgrade der Inhaltsdatenbanken nach SharePoint 2010

- Trennen der Inhaltsdatenbanken von der SharePoint 2007 Farm

- “Connecten” der Inhaltsdatenbank zur SharePoint 2010 Farm für den Upgrade 
  (bei Bedarf kann hier auch ein “move” vorher auf einen anderen SQL Server erfolgen,
  wenn benötigt)

  HINWEIS: Man kann dies auch für mehrere Inhaltsdatenbanken gleichzeitig machen ;)

Database attach to SharePoint Server 2010

-
Prüfen des Upgrades und der übernommenen Inhalte in der SharePoint 2010 Farm. Alle 
  Inhalte und Funktionalitäten müssen überprüft werden.

Step 4: Online nehmen der neuen SharePoint 2010 Farm

- Also wenn dann alles sauber funktioniert hat, können Sie nun Ihre Benutzer auf das neue SharePoint 2010 System “los lassen” :) und vergessen Sie nicht, dass Sie mit der Visual Upgrade Funktionalität selbst entscheiden können, welche Bereiche mit dem “alten” SharePoint 2007 Benutzerinterface laufen sollen und welche mit dem neuen “Ribbon” Benutzerinterface.

Klingt einfach, ist es prinzipiell auch. Vergessen Sie jedoch nie, es ist nun mal ein komplexeres Szenario und wer schon mal eine SharePoint 2003 Migration vollbracht hat, weiß auch, dass dieser Vorgang auch schon mal eine gewisse “Reibungswärme” erzeugen kann ;)

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Kategorien: How To's, IT-Pros, Migration, SharePoint 2010, SharePoint 2003

 
Jan25

Von Amsterdam nach Wien: Überblick Backup und Restore

von Lapacka Christian

Beim Backup von SharePoint muss man auf einiges Achten um wirklich alles zu sichern. Welche Sicherungstools einem zu Verfügung stehen und was diese können möchte ich hier kurz erläutern!

Sicherungstools

- SharePoint 2010 Native Backup

- Microsoft Data Protection Manager (DPM)

- SQL Server Backup

- VSS Writer

- Third party tools

(!!!Hierbei genau nachforschen was man sichern, wiederherstellen kann und welche unterstützten Methoden verwendet werden!!!)

Backup Tools

Features/Functionality

SharePoint

DPM

VSS Writer

SQL

Farm

Yes

Yes

Yes

No

Configuration

Yes

No

Yes

No

Content Databases

Yes

Yes

Yes

Yes

Service Applications

Yes

Yes

Yes

No

Search

Yes

Not yet

Yes

No

 

Backup Vergleich

Ich hoffe man kann etwas erkennen ;)

CIMG1221

Restore Vergleich

CIMG1222

 

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Kategorien: SharePoint 2010, Tools, Backup und Recovery

 
Jan21

Von Amsterdam nach Wien: Understanding Identity in SharePoint 2010

von Lapacka Christian

Ich hab mir einiges zu diesem komplexen Thema im Flugzeug zusammen geschrieben und hab nun endlich Zeit dies zu bloggen *juhu*. Bei SharePoint 2007 und früheren Versionen musste man in Sachen Identity und Authorization sehr viel zurückstecken. In SharePoint 2010 wurde das Security Modell komplett überarbeitet und basiert jetzt auf der neuen Windows Identity Foundation.

Claims Based Authorization

Windows Identity Foundation (WIF) ist eine Sammlung von .NET Framework Klassen die Anwendungen für Claims Based Authorization (CBA) aktivieren. In CBA besteht eine Benutzeridentität aus mehreren Claims.

 What the F*** are Claims?

Ein Claim ist Grundsätzlich nur eine Information über einen User der mehrere Eigenschaften enthalten kann. Zum Beispiel kann der Claim das Alter oder den Abteilungsnamen eines Benutzers enthalten und genau diese Eigenschaften zum Authentifizieren verwenden.

Das ist auch viel Intuitiver als Rollen-basierte Authentifizierung weil das erstellen verschiedener Securitygruppen für das Alter oder den Abteilungsnamen ist ziemlich unhandlich.

Mit CBA kann man einfach Security Regeln erstellen, die “checken”, ob ein User in einer gewissen Abteilung arbeitet oder ein Manager ist und sich je nach dem für verschiedene Abteilungsseiten autorisiert.

Warum nennen die das nicht “facts” oder irgendwie anders?

Weil es Sachlich einfach nicht passt! Ein gutes Beispiel sind zum Beispiel Internetforen in denen man sich auch als Bill Gates anmelden kann – in einem Forum ist das vielleicht Akzeptabel, aber wenn ich mich an einer Unternehmens-Website anmelde, muss ich etwas benutzen was wie meine Sozialversicherungsnummer wirkt, also etwas was zeigt, dass ich nicht Bill Gates bin. Ein kleines Beispiel:

Eine Identity wird von einem Identity Provider (IP <- Doofe Abkürzung eigentlich) bereitgestellt. Eine Applikation oder ein Service akzeptiert die Identität von einem (externen) IP (Vorsicht des heißt Identity Provider :P) der auch als Relying Party (RP) bekannt ist, weil er auf Trusts des IP angewiesen ist. Also das Forum vertraut also einem IP, der erlaubt sich mit fake Namen anzumelden. (Weil ein Forum zum diskutieren ist, ist´s dort auch egal) Eine Seite wie zB. FinanzOnline würde nie so einem IP vertrauen sondern nur einem IP der zB. die Sozialversicherungsnummern hält, was als vertrauenswürdig eingestuft wird.

 Wie sieht so ein Sign In aus?

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Security Token Service Applikation

SharePoint 2010 unterstützt jetzt 2 verschiedene “Modes”. Zum einen “classic mode” für die Standard Windows Authentication (Default) und zum anderen “claims mode” um WIF Szenarien  zu unterstützen.

WIF hat den Vorteil das es auf Standards basiert und im SharePoint 2010 ermöglicht mit Benutzern die nicht in der selben Domain sind zu arbeiten. Ein Szenario wo so etwas Hilfreich wäre, sind Beispielsweise “business-to-business communications” wo Organisation A den Usern der Organisation B zugriff aufs Portal gewähren möchte.

In SharePoint 2007 oder früher, setzte dies Voraus, das ein User von Organisation B einen Account im Active Directory von Organisation A hat. In SharePoint 2010 ist das nicht notwendig, weil SharePoint 2010 kann so konfiguriert werden das es dem STS auf Organisation B vertraut, oder der STS von Organisation B kann auf den STS in Organisation A verweisen. Claims können somit verwendet werden um User zuzulassen oder abzulehnen. Diese Methode ist sehr viel einfacher zu verwenden, weil ein User der in Organisation B gesperrt wird, kann somit nicht mehr auf das SharePoint 2010 Portal von Organisation A – In SharePoint 2007 musste die Organisation B, dem Administrator der Organisation A über dies in Kenntnis setzen um den User auch in Organisation A zu sperren.

Claims in SharePoint 2010 Features

CIMG1448

Welche Standards benutzt die Windows Identity Foundation?

CIMG1455

Es gibt noch sehr viel mehr über Windows Identity Foundation im SharePoint 2010 zu lernen. Für mehr Information schaut mal unter:

http://msdn.microsoft.com/en-us/security

http://microsoftpdc.com/Sessions/SVC26

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die WIF geben ;)

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Kategorien: SharePoint 2010, Claims Based Authorization, Windows Identity Foundation, IT-Pros

 
Jan21

Von Amsterdam nach Wien: Überblick der Business Intelligence Möglichkeiten in SharePoint 2010

von Andrea Szivacsek


Aktuelle Herausforderungen in Unternehmen

Business Intelligence und Schlagworte wie “das gläserne Unternehmen” sind seit langem ein wichtiges Thema in Unternehmen und vor allem für die Zielgruppe der Manager.
Es ist wichtig, über Instrumente zu verfügen welche einem Manager die Möglichkeit geben adhoc wichtige Unternehmenszahlen in Echtzeit abrufen zu können um so immer rechtzeitig auf die Unternehmensentwicklungen reagieren zu können. In den meisten Fällen haben Manager jedoch keinen Zugriff bzw. wenn Zugriff nur wenig Zeit sich im Detail mit komplexen ERP Systemen zu beschäftigen und hier kommt nun SharePoint 2010 mit seinen erweiterten BI Funktionalitäten ins Spiel.

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Der Entwicklungssprung von SharePoint 2007 zu SharePont 2010 im BI Umfeld kann sich sehen lassen, und einen kleinen Ausschnitt davon wollen wir uns nun mal ansehen um einen Eindruck zu bekommen.

Was ist neu und was wurde verbessert – ein Überblick:

Neu

  • Performance Point Services

  • Chart WebParts

  • Visio Services

  • Verbessert

  • Excel Services

  • Status Indikatoren (KPI’s)

  • Business Connectivity Services

    Performance Point Services & Dashboard Designer

  • in einem vorhergehenden Artikel von Nahed Hatahet haben wir ja bereits erfahren, dass der vormals alleinstehende Performance Point Server nun in Form der Performance Point Services in den SharePoint integriert ist (in der Enterprise Cal). daher möchte ich hier anknüpfen und kurz ein paar Infos und Impressionen dazu mit auf den Weg geben.

    Repositories für die Daten sind nun auch die altbekannten SharePoint Listen. Sie haben daher für ihre BI-Daten auch die Funktionalitäten von SharePoint Listen zur Verfügung. Dazu gehören u.a. Versionierung, Workflows, Rating, Tagging uvm.

    Mit dem Dashboard Designer können Sie Daten aus verschiedenen externen Quellen aggregieren und mächtige Reports und Dashboards bauen um so eine zentrales Reporting CockPit in SharePoint 2010 für ihr Unternehmen bereitzustellen.

    Ebenso können Sie mittels dem Dashboard Designer einfach und schnell Ihre Daten zwischen verschiedenen SharePoint Sites veröffentlichen.

    image

    Mit den verbesserten Scorecards können Sie nun Drill-Downs durchführen um sehr detaillierte Informationen zu erhalten. So können Sie zum Beispiel Umsatzzahlen zu einem bestimmten Kontinent oder Land anzeigen, und sich dann weiter runter drillen in die Umsatzdetails der einzelnen Bundesstaaten bzw Bundesländer. Dort können Sie natürlich erneut weitere Drill-Downs durchführen und ihre aktuellen Zahlen und Ergebnisse einzelner Produkte und/oder Mitarbeiter abrufen um so ihr Unternehmen besser lenken zu können.

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    PerformancePoint-Scorecards bieten außerdem flexiblere Layoutoptionen, dynamische Hierarchien und Features für berechnete KPIs. Mithilfe dieser erweiterten Funktionalität können Sie jetzt benutzerdefinierte Metriken erstellen, bei denen mehrere Datenquellen verwendet werden. Außerdem können Sie Abweichungen zwischen Istwerten und Zielwerten sortieren, filtern und anzeigen, um Probleme oder Risiken zu identifizieren.

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    Die KPI Detailbericht ist ein ein neuer Berichtstyp in dem kontextrelevante Informationen zu KPIs, Metriken, Zeilen, Spalten und Zellen in einer Scorecard angezeigt werden. Diese Berichte werden in einem speziellen Webpart, verwendbar auf Ihren SharePoint Sites oder Dashboards dargestellt, welcher mit einer Scorecard oder  einem einzelnen KPI verknüpft ist.

    Excel Services

    Mittels der Excel Services können Sie ganze Excelsheets oder Teile davon nach SharePoint veröffentlichen. Es ist nun möglich, auch ihre interaktiven Pivottables sowie PowerPivots, Visual Slicers und Sparklines zu verwenden. Ihre Excel Services Daten können Sie live über Ihre SharePoint Sites natürlich auch filtern und sortieren usw.

    Über die neue Schnittstelle REST können Sie ihre Excel Services Daten und Diagramme nun auch z.B. in Wikis oder Blogartikel einbinden.

     image

    Wichtig: wer sich schon in Zeiten von SharePoint 2007 mit den Excel Services beschäftigt hat, hat gewiss auch die Erfahrung gemacht dass ein sehr großer Teil der bereits vorhandenen Excelfiles von den Excel Services nicht unterstützt wurden. Wie z.B. wenn Sie div. Verweise verwenden oder aber z.B. auch der Einsatz von Kommentaren wurde nicht unterstützt wie viele weitere geläufige Excel Funktionalitäten. Dies war mit einer der Gründe warum Excel Services in SharePoint 2007 bei Kunden wenig eingesetzt wurde.

    Die neuen verbesserten Excel Services unterstützen nicht nur weit mehr Funktionalitäten (siehe oben), sodass Sie einen grossen Teil ihrer Excelfiles via Excel Services verwenden können. Sollte ein Excelfile so angepasst werden, dass dann doch mal ein nicht unterstütztes Feature verwendet wird, so wird dennoch das Excelfile weiter in den Excel Services angezeigt (also es kommt keine Fehlermeldung dass das Excelfile nicht angezeigt werden kann) und an der Stelle wo nun ein nicht unterstütztes Feature verwendet wird, wird über einen Cache der alte von Excel Services unterstützte Wert angezeigt.

    Natürlich gehören, wie oben erwähnt zu dem Bereich “Insight” von SharePoint 2010 auch noch die Themen ChartPart, Visio Services und die Business Connectivity Services derer wir uns in einem eigenen Blogbeitrag annehmen werden.

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    Kategorien: Business Intelligence, PerformancePoint Services, Reporting, SharePoint 2010

     
    Jan19

    Channel9 Video: “SharePoint 2010 Integration with PowerShell”

    von Nahed Hatahet

    Paul Stubbs (Architect in the Platform Architecture @ Microsoft) hat ein sehr gutes Video zu PowerShell für SharePoint 2010 auf Channel9 publiziert. Die fast 20 Minuten zahlen sich wirklich aus für jene, die über PowerShell und SharePoint 2010 mehr wissen wollen.

     image

    Interessant ist auch die Positionierung von Paul: “Understanding PowerShell is a must have skill for SharePoint 2010 developers”, man sieht also, dass wesentlich mehr “dahinter” steckt, als nur eine einfache Scriptsprache für Administratoren ;)

    Hier gehts zum Video: SharePoint 2010 Integration with PowerShell Video

    Viel Spaß beim anschaun ;)

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    Kategorien: Administration, Development, IT-Pros, PowerShell, Scripting, SharePoint 2010, Tools

     
    Jan18

    News von der SharePoint Connections 2010 in Amsterdam: SharePoint 2010 und Multilingualität – was ist wichtig, was ist neu?

    von Andrea Szivacsek

    Einer der von mir besuchten Vorträge behandelte das Thema “Implementing Multi-Lingual Solutions on SharePoint 2010” welcher von Spencer Harbar vorgetragen wurde und durchaus eine recht gute Übersicht über das Thema Multilingualität (genannt Variations in SharePoint) gebracht hat, die organisatorischen Planungsaspekte berücksichtigt hat und vor allem die Neuigkeiten in SharePoint 2010 nicht vernachlässigt hat.

    Ganz nach dem Prinzip in der Kürze liegt die Würze möchte ich in diesem Blogbeitrag auch wirklich nur einige wenige Neuigkeiten im Bereich der Multilingualität mit SharePoint 2010 eingehen.

    Kurz allgemein zum Thema Variations bzw zur Multilingualität. Generell geht es hier darum, dass vor allem große, international agierende Konzerne die Anforderung haben, Ihre SharePoint Sites, Intranets, Portals ihren Endbenutzern in verschiedenen Sprachen anbieten zu können. Selbstverständlich handelt es sich hier nur um das Anbieten des SharePoint Userinterface in verschiedenen Sprachen. Wie bei vielen anderen Systemen muss auch bei SharePoint 2010 natürlich der eigentlich Inhalt von Menschen übersetzt werden. Ja es gibt bei Konferenzen dieser Art auch Menschen die vermuten dass das System von Zauberhand alles selbst übersetzt! :).

    Die oben erwähnte Funktionalität der Variations gab es bereits in SharePoint 2007 jedoch haben sich mit der neuen SharePoint Version einige Verbesserungen ergeben.

    Ein gutes Beispiel zum Thema Multilingulität finden Sie z.B. auf www.volvocars.com. Diese Website ist mit SharePoint 2007 realisiert und demonstriert die Funktionalität der Variations zum Umsetzen von multilingualen Anforderungen sehr gut.

    Nun zu einigen wichtigen Neuerungen bei den Variations in SharePoint 2010:

    The Multilingual User-Interface (MUI)

    Mit SharePoint 2010 ist es nun möglich, dass SharePoint Teamsites in verschiedenen Sprachen angezeigt werden können. Diese Funktionalität ist nach dem Einspielen der Language Packs verfügbar und kann pro Benutzer personalisiert nach Wahl umgestellt werden. Das Wechseln der Sprache durch den Benutzer erfolgt durch Navigation rechts oben (dort wo man z.B. auch zur MySite navigiert (siehe nachstehendes Foto)

    image

    Auch die zentral verwalteten Metadaten (managed metadata), welche in den Sites verwendet werden,  können vom Benutzer dann entsprechend selbst in die anderen verfügbaren Sprachen umgeschalten werden. 

    Und freilich: mittels Powershell können Sie das MUI über die Grenzen von SiteCollections hinweg aktivieren!

    ACHTUNG: in der Beta 2 unterstützen noch nicht alle Site-Templates das MUI!

    Administration der Variations über die Central Administration

    Im Gegensatz zu SharePoint 2007 ist die Verwaltung der Variations nun nicht mehr auf SiteCollection Ebene sondern dort wo sie hingehört. in der Zentraladministration.

    Natürlich ist auch der Ribbon mehrsprachig…

    Wie kann es anders sein, natürlich ist bei den erstellten Labels (es gibt immer ein Source = die verwendete Hauptsprache von der ausgegangen wird und Labels = das sind die verschiedenen Sprachen in welche das User Interface übersetzt wird) auch der neu in den SharePoint 2010 integrierten Ribbon sauber übersetzt. So haben Sie ruckzuck Ihren SharePoint 2010 samt Ribbon in z.b. französisch verfügbar. (siehe Foto – Verzeihung die schlechte Qualität!)

    image

    Variations dienen nicht nur zur Multilingualität…

    Variations können nicht nur für den einfachen mehrsprachigen Auftritt verwendet werden.
    Verwenden Sie die Variations doch auch um Ihre Masterpages für die verschiedenen Labels unterschiedlich zu gestalten / anzupassen. Um so beim Umschalten auf ein anderes Label (andere Sprache) dem User nicht nur eine andere Sprache sondern auch ein anderes Layout und Design zu präsentieren sodass neben der Sprache auch andere eindeutige Merkmale sichtbar sind dem dem User vermitteln dass er sich in einem z.B. anderen Land befindet.

    Inhalt übersetzen leicht gemacht…

    Haben Sie Ihre Pages variiert und nun das Userinterface der diversen Artikelseiten mit den verschiedenen Sprachen verfügbar geht es daran den Inhalt zu übersetzen. Nachdem das ja wie oben erwähnt natürlich noch von Menschenhand erledigt werden muss, wird es demjenigen wenigst sehr einfach gemacht. Mit dem Button “Änderungen anzeigen” sieht der Benutzer in Form eines farblichen Higlighting welche Inhalte neu sind und somit übersetzt werden müssen. Wurde der Artikel bereits übersetzt und wurde er im Nachhinein verändert, sieht man über den Button “Änderungen anzeigen” ebenso in einer anderen Farbe hervorgehoben was sich am Basisartikel geändert hat und was nun noch übersetzt werden muss. 

    In der Beta 2 sind aktuell folgende Sprachen verfügbar: Englisch, Russisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Chinesisch und Japanisch.  In der RTM werden einige mehr Sprachen hinzukommen.

    Alles in allem ist die Variationsfunktionalität in SharePoint sehr ansehnlich und wir freuen uns schon jetzt auf unsere nächsten Multi-Language-Projects! :)

    so und jetzt sind wir hungrig und werden uns in ein nettes Amsterdamer Pub begeben.

    Alles Liebe und bis demnächst!

    Andrea

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    Kategorien: SharePoint 2010, Mehrsprachigkeit , Multilingualität, Variations

     
    Jan18

    News von der SharePoint Connections 2010 in Amsterdam: Verstehen der Service Application Architektur von SharePoint 2010

    von Lapacka Christian

    Wie ihr ja sicherlich wisst, ist der SSP durch SharePoint 2010 Service Applications abgelöst worden. Was sich tatsächlich in SharePoint 2010 verändert hat möchte ich euch kurz mit meinem frisch erworbenen Wissen aus der SharePoint Connections 2010 Konferenz in Amsterdam berichten.

    Der Speaker (Richard Taylor) hat die Themen sehr gut und lustig über die Bühne gebracht und ich denke auch vielen IT-Pros einiges an SharePoint 2010 Know-How mitgeben können.

    Was hat sich konkret an der SharePoint 2010 Farm verändert?

    SSP Services sind jetzt in einzelne SharePoint 2010 Service Applications aufgeteilt. Das bedeutet zum Beispiel das SSP Profiles und Audiences jetzt über eine PeopleServiceApp verwaltet werden und die Search wird ganz einfach zur SearchServiceApp usw. Noch dazu wird jetzt Cross-Farm Service unterstützt, was bedeutet das man auch Farm übergreifend Services anderer Farm nutzen kann.

    Welche Services “shareable” sind seht ihr auf dieser Folie:

    CIMG1269

    Verstehen der neuen SharePoint 2010 Begriffe

    Ganz gut brachte Taylor rüber was dieser Haufen neuer SharePoint 2010 Begriffe bedeutet. Hierzu hab ich gleich mal 2 gute Slides fotografiert die ihr euch auf jeden Fall “reinziehen” solltet!

    image

    image

    Was bedeuten die SharePoint 2010 Service Applications nun für Euch?

    Für IT-PROS bedeutet es

    - Flexible Architektur

    - SharePoint 2010 Web Applications können Services quasi “a la carte” verwenden

    Für Verbraucher bedeutet es

    - Das Designen von SharePoint 2010 Infrastrukturen ist nicht mehr *so* kompliziert ;)

    Zum Schluss ;)

    Zwischen durch kam die Frage eines Zuhörers wie er seine 6 SharePoint 2007 Farms auf SharePoint 2010 bringen soll, darauf antwortete Richard Taylor einfach nur:

    “Nuke it & Re-Architect because we are no Developers. We Build – They Fix!”

    Warum 20 Stunden Fixen wenn man in dieser Zeit alles neu erstellen kann? :-P

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    Kategorien: SharePoint 2010, Service Applications, IT-Pros, Architektur

     
    Jan18

    HATAHET nach Las Vegas und Berlin nun auch in Amsterdam auf der SharePoint Connections 2010 Conference

    von Andrea Szivacsek


    image

    Nachdem wir für Sie als unsere Kunden,  Interessenten und Community Friends schon im Oktober 2009 viele brandneue Informationen vom internationalen SharePoint 2010 Launch aus Las Vegas mitgebracht haben, sind wir nun auch mit 2 Mann (bzw 1 Mann eine Frau) :) bei der SharePoint Connections 2010 in Amsterdam vertreten. Diese Konferenz beinhaltet viele Highlights rund um den neuen SharePoint 2010 von denen wir einige Goodies in den nächsten Tagen in diesem Blog mit Ihnen teilen möchten.

    Viel Spass beim Lesen,
    Andrea & Christian

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    Kategorien: Allgemeines, Event, SharePoint 2010

     
    Jan13

    Document-Shortcuts im SharePoint 2007

    von Markus Reisinger

    Auch wenn der Blogtitel SharePoint 2010 lautet sollten ein paar Einträge zum guten „alten“ Microsoft SharePoint Sever 2007 nicht fehlen. Darum möchte ich zur Abwechslung einen Beitrag zum Thema „Document-Shortcuts im SharePoint 2007“ bereitstellen.

    Einer unserer Kunden ist an uns mit einer Anfrage herangetreten ob es nicht möglich sei eine Verlinkung, also quasi einen Shortcut von einem Dokument in einer Library an einen anderen Ort bzw. eine andere Library zu erstellen. Er möchte nämlich die Dokumente nicht an mehreren Orten pflegen müssen (was ja logisch ist) und stattdessen einige Zentrale Libraries verwenden.

    Die beinahe reflexartige Antwort war: “geht Out of the Box nicht”. Das hatte man ja schon etliche Male gelesen oder in Kursen usw. gehört. Wer schon mal versucht hat einen Shortcut in SharePoint hoch zu laden weis dass das nicht geht. Aber warum nicht mal googeln äh.. bingen ;)

    Und wirklich! Nach kurzer Zeit bin ich auf einen Artikel gestoßen der eine Verlinkung von Dokumenten im MOSS behandelt.

    Hier eine kurze Anleitung wie man so ein Szenario umsetzen kann:

    Dazu muss man in der Document Library in welche die Verlinkungen eingefügt werden sollen die Verwendung von Content Types aktivieren (Document Library Settings > Advanced Settings > Allow management of content types).

    image

    Anschließend unter den Document Library Settings einen neuen Content Type hinzufügen (Add from existing site content types).

    image 

    Aus der Gruppe “Document Content Types” den Typ “Link to a Document” auswählen und mit OK bestätigen.

    image

    Nun taucht der Typ unter den Content Types der Document Library auf und kann mit New > Link to Document verwendet werden.

    image

    Hier dann einfach den Dokumentennamen (Verknüpfungsnamen) und den Link zu Dokument eintragen. Leider muss man den sich den Link zu Zieldokument vorher kopieren, ein Durchsuchen des SharePoint ist nicht möglich :-( .

    image

    Nach dem Speichern wird Weiterleitungsseite (.aspx) in der Document Library angelegt die auf das Zieldokument verweist. (Leicht am Shortcut Symbol zu erkennen)

    image

    Klickt man nun auf die Verlinkung so wird man automatisch zum Dokument weitergeleitet. Es ist eine recht simple Methode wie man ein solches Szenario lösen kann. Wichtig ist dabei zu erwähnen dass es sich um keine “intelligente” Verbindung handelt. Wir z.B. das Zieldokument gelöscht so bleibt ein toter Link über, bzw. wählt man beim Link aus dem Kontext Menü “Send To > Download a Copy” aus so wird nicht das Zieldokument sondern die Weiterleitungsseite heruntergeladen.

    Kategorien: SharePoint 2007, How To's

     
    Jan12

    Windows PowerShell für SharePoint Server 2010 Referenz

    von Nahed Hatahet

    Ich bin überwältigt wie viel SharePoint PowerShell möglich ist, wenn man sich die neue “Windows PowerShell for SharePoint 2010 Beta” Referenz mal so ansehen will. Die downloads werden dabei für die verschiedenen SharePoint 2010 Bereiche als CHM-Datei (compiled help files) vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

    Für folgende SharePoint 2010 Bereiche stehen “CHM-Dateien” zur Verfügung:

    - Access Services
    - Enterprise content management
    - Excel Services
    - InfoPath
    - State service and session state
    - Secure Store Service
    - User Profile Service
    - Search
    - Visio Services
    - Web Analytics
    - PerformancePoint Services
    - Word Services
    - Backup and restore
    - Database
    - Features and solutions
    - General
    - Import and export
    - Logging and events
    - Security
    - Service applications
    - Site management
    - Performance
    - Upgrade
    - Workflow management
    - Timer jobs
    - SharePoint Foundation 2010 Search

    Jede Menge Stoff :) und hier gehts auch gleich zum Download …

    >>> Windows PowerShell for SharePoint 2010 Reference

    HINWEIS: Sollten Sie Probleme mit den CHM-Dateien haben, einfach auf der Downloadseite genau lesen, es gibt bei Problemen mit CHM-Dateien eben einen entsprechende KnowledgeBase-Artikel(KB892675). Es kann sein dass der Inhalt folgende Meldung bringt, dann muss eben dieser Knowledge-Artikel beachtet werden:

    image 

                                           Bild1: Hier ist der KB892675 wohl notwenidg …

    Somit viel Spaß beim SharePoint 2010 PowerShell scripten ;)

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    Kategorien: Administration, IT-Pros, PowerShell, SharePoint 2010, Tools

     
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