Oct18

Vorstellung: SharePoint 2010 Business Connectivity Services

von Nahed Hatahet

Die Reise nach Las Vegas zum internationalen Launch von SharePoint 2010 und Office 2010 war anstrengend und ich hatte viel Zeit, somit gleich ein neuer Blogeintrag:

Microsoft bringt mit dem neuen Microsoft SharePoint 2010 Server nun auch den Nachfolger des Business Data Catalogs (BDC) heraus. Die Business Connectivity Services dienen zur Anbindung und Integration von externen Datenquellen (LOB-Systeme). War früher die BDC-Komponente im sogenannten Shared Service Provider (SSP) zu finden, sind die neuen Business Application Services als losgelöstes Services in SharePoint 2010 integriert. Die SSP Architektur gibt es in SharePoint 2010 nicht mehr, es folgen eben eigene Services (werden jetzt als Shared Services bezeichnet) zu jeder Komponente, mit dem Vorteil, das diese nun flexiber einsetzbar sind und vor allem die „delegierte Administration“ hier zum Einsatz kommen kann. So kann man z.B. jemanden nur das Recht zu Verwaltung seiner Business Application Services geben (früher musste man da einen Zugriff auf den SSP geben, der ja auch andere Services beinhaltet hat). Weiters kann man nun auch mehrere Instanzen eines Services ausführen und darauf auch unterschiedlich „delegieren“. Man sieht, dass das Auflösen des SSP in SharePoint 2010 somit den Vorteil einer besseren und flexibleren Administration bietet. So lassen sich also externe Daten sehr einfach und über eben die Business Connectivity Services in Ihre SharePoint Applikationen integrieren. Die Business Connectivity Services lassen sich wie alles neuen Shared Services einzeln in der Zentraladministration (Bereich: Application Services) entsprechend verwalten und konfigurieren.

Arbeiten Sie mit Ihren LOB-Daten doch einfach wie mit SharePoint Listen

Unterstützt werden neben externen Content Types auch so genannte externe Listen. Sie können somit über externe Content Types einen klassischen Content Type erstellen, der jedoch seine Inhalte dann aus einem externen System speist.

Blogeintrag Busines Connectivity Services (SharePoint 2010) Bild 2

Ein Beispiel: Sie haben Ihre Kundendaten in einer CRM Lösung gespeichert (wo diese natürlich auch hin gehören) und benötigen genau diese Daten jetzt in einer SharePoint Applikation. So kann man Einen externen Content Type erstellen, der eben dann die Kunden aus CRM als externen Content Type in SharePoint 2010 definiert um diese dann entsprechend in Ihrer SharePoint Applikation zu verwenden. Ein weiteres mehr als tolles Feature ist die Möglichkeit eine externe Datenquelle als Liste zu verwenden mit allen SharePoint 2010 Listfunktionen, die dazu gehören. Musste man dies frühre über eigene BDC WebParts realisieren, kann man heute die so genannte externe Liste mit den Business Connectivity Services mit eben einer z.B. SQL Tabelle verbinden. So hat man relativ rasch zu einer Datenbanktabelle auch gleich das nötige FrontEnd für Eingabe, Editieren und Neu erstellen von Datensätzen, ein echter Mehrwert. Und ja, Sie lesen hier richtigt heraus, dass man nun auch Daten über die Business Connectivity Services in die z.B. LOB-Appliaktion zurück schreiben kann. Microsoft hat eben in der neuen SharePoint 2010 Version einige neue Funktionalitäten integriert, die sich wirklich mehr als sehen lassen können.

Nehmen Sie sich Ihre LOB-Daten über SharePoint doch einfach mit

Auch der Office 2010 Client spielt in Zusammenhang mit den neuen Business Connectivity Services eine mehr als wichtige Rolle, lassen sich damit (z.B. Microsoft Outlook 2010 und/oder Microsoft Workspace 2010) alle externen Daten dann auch Offline mitnehmen bzw. editieren. Alleine diese neuen Funktionalitäten lassen 3rd party Offline Clients „schwach“ aussehen, denn bietet Microsoft nun mit dem Microsoft SharePoint Workspace 2010 einen vollwertigen SharePoint Client, der eben auch alle Offlinefunktionalitäten und mehr mitbringt. Die Business Connectivity Services integrieren sich hier also nahtlos in die Clientwelt des Herstellers.

Blogeintrag Busines Connectivity Services (SharePoint 2010) Bild 1

Ein eigenes Client Framework (=Office Integration Client Framework) sorgt dafür, dass die Daten an Ihren richtigen Platz geschrieben werden, auch vom Client aus, der immer mit den Business Connectivity Services quasi in Kontakt bleibt. Unter anderem kann die Office Client Applikation auch Informationen und Daten entsprechend Cachen.

Durch die nahtlose Integration in das Designtool von SharePoint, den Microsoft Office SharePoint Designer 2010, ist das erstellen und Arbeiten mit den Business Connectivity Service wesentlich einfacher als früher. Und wer noch tieferen Einblick haben will bzw. über das Objektmodell mit SharePoint spricht, kann dazu natürlich auch Microsoft Visual Studio nutzen um eben Ihre SharePoint Applikationen mit extrenen Daten zu verbinden. Ach ja und zu guter letzt, können Sie selbstverständlich alle Informationen für den Zugriff auf Ihre LOB-Applikation (z.B. wenn dies über einen Service Account „passieren“ soll oder eben bestimmte SSO Funktionalitäten zum Einsatz kommen müssen) immer an einem sicheren Ort „hinterlegen“, den so genannten Secure Credential Store, ein weiteres neues Services, dessen Aufgabe es ist, Informationen wie z.B. Credentials hochsicher und verschlüsselt in einer eigenen Datenbank z.B. zu verwalten. Auch nicht schlecht.

Eine Erweiterung, die sich mehr als sehen lassen kann

Die neuen Business Connectivity Services und deren neue Architektur sind somit ein mehr als ehrenwerter Nachfolger des unter SharePoint 2007 ertsmals vorgestellten Business Data Catalog (BDC). Oder lassen Sie es mich anders ausdrücken, die Business Connectivity Services leisten nun das, was uns am BDC immer gefehlt hat, auch wenn dieser mehr als gute Möglichkeiten geboten hat, sind die neuen Budiness Connectivity Services mehr als nur einen Schritt vorraus. Microsoft hat hier mehr als eine gute Arbeit geleistet.

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Kategorien: Business Connectivity Services, Office 2010, SharePoint 2010
 
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